FAQs Lindenschule:

 

1. Was unterscheidet die Lindenschule von anderen Alternativschulen?

Die Lindenschule ist die älteste Alternativschule in Tirol und hebt sich durch zwei wesentliche Punkte ab:

a) Die Pädagogik lässt neben Montessori und Wild auch neueste Erkenntnisse aus der Hirnforschung einfließen.

b) Die Schule ist in Sistrans auf knapp 1.000m Höhe bei bester Luftgüte und abseits von Stress und Hektik, wie sie oft in Ballungsräumen erlebt werden, in einem großen Haus mit einem riesigen vielfältigen Garten zu finden. Ein eigenes kleines Fußballfeld, viel Platz für Gemüsebeete, ein Entenstall, der Bach, eine Feuerstelle mit Sitzkreis, ein Tischtennistisch und vieles mehr erlauben den Kindern ihren Bewegungsdrang auszuleben und dabei ihre motorischen Fähigkeiten zu schärfen.

 

2. Wann beginnt in der Lindenschule der „Ernst des Lebens“?

Kinder brauchen Grenzen. Davon sind auch wir in der Lindenschule überzeugt. Aber innerhalb dieser klaren Grenzen und Regeln haben die Kinder Freiraum für ihre eigenen Entscheidungen und entwickeln so eigenständiges Handeln. In der Auseinandersetzung und Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlichen Alters erwerben sie große soziale Kompetenz einschließlich einer Konfliktfähigkeit, wie sie heute sowohl im privaten und familiären, als auch im beruflichen, gesellschaftlichen und internationalen Miteinander der Menschen und Kulturen drängender denn je erscheint.

 

3. Man kann sich nicht immer dem Druck der Leistungsgesellschaft entziehen, wie werden die Kinder darauf vorbereitet?

Die Lindenschule kommt ohne Klassen, Stundenplan, Hausaufgaben, Tests und Noten aus. Durch das selbständige Aneignen von Fertigkeiten, Erkenntnissen und Wissen in selbstgewählten Schritten und nach dem eigenen Rhythmus, lernen die Kinder eigenständig zu arbeiten, zu entscheiden und Probleme zu bewältigen. So bringen unsere Jugendlichen genau die Qualitäten mit, die in der modernen Wirtschaft immer mehr gefragt sind:

  • die Fähigkeit, sich selbständig Wissen anzueignen anstelle eines Stofff- bzw. Fach-Wissens, das morgen schon veraltet ist
  • Konfliktfähigkeit und die Fähigkeit, selbstverantwortlich Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen
  • Neugierde, echtes Interesse und Offenheit für Neues und Unbekanntes
  • Selbstvertrauen und die Fähigkeit, sich selbst einschätzen zu können

 

4. Warum gibt es Kinder in der Lindenschule, die mit 10 Jahren noch nicht schreiben können?

Das stimmt im Einzelfall möglicherweise während der Schulzeit. Das Modell ist ein Ganzheitliches, das den Kindern nach 8-9 Jahren Schulzeit alle erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, den Kindern in der Zwischenzeit jedoch jene Zeit lässt, die jedes einzelne Kind ganz persönlich benötigt. Kindgerechtes lernen bedeutet, dass die Kindern einzelne Themen jeweils dann verstärkt lernen, wenn sie in ihrer natürlichen Entwicklung soweit sind. Und das geschieht bei jedem normalen Kind zwischen 6 und 16 Jahren irgendwann auf ganz natürliche Weise.

 

5. Wie viel Hausübungen bekommen die Kinder?

Grundsätzlich gibt es bei uns keine verpflichtenden Hausübungen. Es besteht jedoch die Möglichkeit – wenn das Kind es will -  Hausübungen mitzunehmen. Für die älteren Kinder kann es durchaus gelegentlich auch Arbeiten geben, die zu Hause fertig gestellt werden sollen (Projekte, Interviews etc).

 

6. Müssen die Kinder am Ende des Schuljahres eine Prüfung ablegen?

Nein, da die Lindenschule das Öffentlichkeitsrecht besitzt.

 

7. Wie lange können die Kinder in der Lindenschule bleiben?

Die Lindenschule ist eine Alternativschule für 6-15Jährige mit Öffentlichkeitsrecht. Sie deckt die gesamte Pflichtschuldauer ab und erfüllt den österreichischen Lehrplan. Eine Schulzeit von 8-9 Jahren bringt Zeit und Ruhe für die Entwicklung der SchülerInnen.

 

8. Was machen die SchülerInnen nach der Lindenschule?

Die AbsolventInnen-Statistik zeigt, dass jede beliebige Schule gewählt werden kann, wie z.B. berufsbildende Schulen (HTL, HAK ..), BORG, BRG oder es folgt eine Lehre.

 

9. Wie schwierig ist der Umstieg in andere Schulen?

Überraschend einfach, wie viele AbsolventInnen über Jahre hindurch bestätigen.

 

10. Wie gehe ich mit dem Druck von Nachbarn, Freunden, Verwandten um?

Das Wichtigste ist das Vertrauen in das eigene Kind und dass man selbst zur Entscheidung steht. Auch kann man dem Umfeld die Chance auf nähere Einblicke geben (Tag der offenen Tür, Infoabend, Sommerfest ..)

 

11. Warum ist ein so hohes Schulgeld zu bezahlen?

Als Privatschule ohne konfessionellen Träger erhält die Lindenschule nur wenig Unterstützung durch die öffentliche Hand. Sämtliche Lehrergehälter und Gebäudekosten sind vom Schulerhalter, dem Elternverein, selbst aufzubringen. Wir bieten einen hohen Geschwisterrabatt, um auch für Mehrkindfamilien die Schule leistbarer zu machen. Aus dem Solidaritätstopf kann um Schulgeldverringerung angesucht werden, damit ein Besuch der Lindenschule nicht an der Einkommenssituation scheitert.

 

12. Wie kommen die Kinder aus Innsbruck und den Umlandgemeinden in die Schule?

Für Kinder aus Innsbruck und den süd-östlichen Mittelgebirgsgemeinden gibt es einen eigenen Schulbus. Der Postbus von Innsbruck und Hall hält im Dorf, eine Minute Fußweg von der Schule entfernt.

 

Sie können sich über die kostenlose Seite https://fahrplan.oebb.at/bin/query.exe/dn alle Bus und Zugauskünfte ansehen.