Den Kindern und Jugendlichen stehen zwei verschiedene Werkraumbereiche zur Verfügung, von denen einer speziell für's Hantieren mit nassen oder feuchten Stoffen wie Ton, Wachs, Kleisterfarben, Papiermaché etc. mit Fliesen ausgelegt und mit zwei Waschbecken versehen ist.
Hier wird mit Vorliebe mit heißem Wachs experimentiert, verschiedene Farbtönungen werden aus wasserlöslichem Krepppapier gemixt oder die Reaktionen beim Zusammenmischen verschiedenster Substanzen wie Wasser, Öl, Essig, Spülmittel, Seife, Duftöle und dergleichen mehr beobachtet. Hier wird aber auch -selbständig oder von Erwachsenen angeleitet- Papier geschöpft, gefilzt, getöpfert, Stoff gebatikt oder gebeizt.
Im zweiten Werkraum bieten Werkbänke, Werkzeuge aller Art und Regale voller vielfältiger Werkstoffe die Möglichkeit unzähliger konkreter Erfahrungen mit der Beschaffenheit und der Handhabung der einzelnen Materialien.

Sperrholz und verschieden geformte Holzreste, bunte Wolle und Garne, Stoffe und Borten, Korken, Perlen, Tannenzapfen, Federn, Lederreste und vieles mehr, das zum Großteil von Erwachsenen der Schule gesammelt und zur Verfügung gestellt wird, können dort auf jede erdenkliche Art bearbeitet und zusammengefügt werden.
Welche Materialien sich gut miteinander verbinden lassen, was eher wackelig oder brüchig ausfällt und wie eine Säge reagiert, wenn man sie schief ansetzt, finden die Kinder im eigenen Tun selbst heraus und lernen so nach und nach immer geschickter und mit wachsender Sicherheit zu arbeiten.
Dabei stehen den Kindern als zusätzliche Anregung einerseits eine breit gefächerte Auswahl verschiedener Bastelbücher zur Verfügung, andererseits bieten immer wieder Erwachsene (BetreuerInnen oder Eltern) Impulse zum Mitmachen an, wie zum Beispiel das Gestalten eines eigenen Fotoalbums, das Knüpfen eines Traumfängers oder das Weben eines Perlenarmbandes.